Religion is More than a Class on Morality

Muslims entering the fifth grade have a free hour while Catholic and Protestant students take religious instruction. The state of Berlin is looking to remedy this situation by creating a value instruction course to replace for those who do not take religious instruction. This has created a new controversy in the ongoing conflict in Berlin schools. Some religious individuals feel this is an inappropriate equivalence between religion and values, while other individuals feel that it can’t help but do some good, at least as far as tolerance goes. Another suggestion is to have everybody attend various religious instructions including both their own and others. {(continued in German)} Ein Moslem, der in die f_nfte Klasse geht, hat frei oder Hohlstunde, w_hrend seine katholischen und protestantischen Klassenkameraden den Religionsuntericht besuchen. Von Franziska Kleiner Sollen Sch_ler in einen Werte- oder Religionsunterricht gehen? Der Streit entz_ndete sich an der Berliner Schulpolitik . Die Auseinandersetzung in der Hauptstadt hatte sich zugespitzt, nachdem auf dem SPD-Landesparteitag mehrheitlich beschlossen wurde, in Berlin einen f_r alle Sch_ler verbindlichen Werteunterricht einzuf_hren. Religon sollte dagegen Wahlfach sein, das nach dem regul_ren Unterricht abzuhalten sei. Auf Landesebene hat die baden-w_rttembergische Kultusministerin Dr. Annette Schavan (CDU) eine eindeutige Meinung. Sie lehnt die Gleichstellung von Religionsunterricht und Ethikunterricht ab: Der konfessionsgebundene Religionsunterricht habe einen Verfassungsrang, der nicht mit einem allgemeinen Werteunterricht gleichgesetzt werden k_nne. Im _brigen sei die Ein_bung ethischer Grundhaltungen zentrale Aufgabe der Schulen in allen F_chern. Die Schulleiter in Leonberg sind in der Diskussion unterschiedlicher Meinung. Reiner Diebold etwa, Rektor der Grund- und Hauptschule in H_fingen bef_rwortet den Werteunterricht f_r die Hauptsch_ler, wenn sie Klasse f_nf bis sieben besuchen. Bislang, so berichtet er, ist der Ethikunterricht f_r all jene, die nicht den Religionsunterricht besuchen, erst ab Klasse acht verbindlich. In den ersten drei Jahren in der Hauptschule haben sie statt dessen frei – weil Religionsunterricht meist Randstunden sind – oder aber eine Hohlstunde. W_re Ethikunterricht verpflichtend auch in der Unterstufe, so k_nnte man diesen Sch_lern ein Angebot machen, sagt der Rektor einer Grund- und Hauptschule, an der der Anteil ausl_ndischer Sch_ler hoch ist. Auch Dietrich Besch, Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums, h_lt die Wertevermittlung f_r wichtig. Nicht nur der Religionsunterricht werde gem?_ der Landesverfassung angeboten, Ethikunterricht sei verbindlich im Vollzeitbereich. Ethikunterricht in der Hauptschule nicht erst ab Klasse acht sondern fr_her anzubieten w_re sch_n, best_tigt Brigitte Spiess, Rektorin der August-L_mmle-Schule im Ramtel. Sie ist sich allerdings wohl bewusst, dass dies auch eine Kostenfage sei. In der Grundschule allerding sollte an Religionsunterricht festgehalten werden, so Diebold weiter, um den Kindern den christlich-abendl_ndischen Grundgedanken zu vermitteln. Die wichtige Vorbereitung auf Kommunion und Konfirmation nennt er dabei in diesem Zusammenhang. Religion ist mehr als Werteunterricht, formuliert es Gabriele Mader. Schlie_lich gehe es doch darum, bei den Kindern ein Urvertrauen zu schaffen. Die Schulleiterin der Sophie-Scholl-Schule berichtet, dass seit dem Schuljahr 1997/1998 jeweils in der ersten und zweiten Klasse konfessionell-kooperativer Unterricht angeboten wird. Das bedeutet: Jeweils ein Jahr unterrichtet ein evagelischer, dann ein katholischer Religionslehrer die gesamte Klasse in Religion. Dass es nur wenige Abmeldungen von diesem Unterricht gebe, wertet sei als Best_tigtung f_r diesen Modellversuch, der demn_chst zu einem regul_ren Unterrichtsfach werden soll. Es sei eine Bereicherung, wenn etwa Protestanten und Katholiken, Kinder des griechisch-orthodoxen Glaubens und Moslems gemeinsam unterrichtet werden. Auch gehe es darum, Toleranz zu lehren, so Mader. Das ist auch Hans-Peter D_ring wichtig. Der Konrektor des Albert-Schweitzer-Gymnasiums erachtet es als wichtig, dass im konfessionsgebunden Unterricht auch _ber den Tellerrand hinaus geschaut werde. Einen weiteren Aspekt f_gt Reinhold Rankl, Rektor der Ostertag-Realschule, an: “Werteunterricht ist wichtig und ist auch im Religionsunterricht sehr gut untergebracht”. Er nennt als Beispiel die zehn Gebote. Weitere Werte und Normen etwa, werden tagt_glich im Unterricht gelehrt.